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LOK - LERNORTKOOPERATION

BV: Paul M. Furrer

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1. Was bedeutet Lernortkooperation?

Die Lernortkooperation (LOK) ist ein Forum mit den Verantwortlichen der drei Lernorte: Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurszentren (üK). Sie bietet Hand für den regelmässigen Austausch unter den Bildungspartnern und unterstützt damit die erfolgreiche Ausbildung der Lernenden.

Konkret bedeutet dies:

  • Problemstellungen werden frühzeitig erkannt,
  • Projektarbeiten von allen Parteien unterstützt,
  • Zielvereinbarungen allseitig gefördert und gefordert,
  • das Wohl der Lernenden und die Zufriedenheit aller am Ausbildungsprozess Beteiligten stehen im Zentrum.

Die Lernortkooperation bildet Vertrauen und Verständnis; die Basis, auf welcher die Qualität der beruflichen Grundbildung beständig gesteigert werden kann.

 
 

Die neue Ausbildung zum Entwässerungstechnologe/-login startete für die Deutschschweiz erstmals ab Sommer 2014 hier am Gewerblich-industriellen Bildungszentrum in Zug. Für die französisch sprachigen in Yverdon. Die Koordination unter den drei Bildungspartnern ist in dieser Implementierungsphase fundamental und hier sind die Kontaktangaben und Kurzinfos:

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überbetriebliche Kurse

www.advk.ch

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Berufsfachschule GIBZ

Entwässerungstechnologe/-login EFZ

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Verband advk

www.advk.ch

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2. Weshalb kann der Lehrbetrieb und weitere Bildungspartner profitieren?

Mittels dem vom GIBZ zur Verfügung gestellten Link http://lok.gibz.ch werden aktuelle Themen publiziert. Sowohl Probleme, Herausforderungen wie auch positive Entwicklungen können mit dem Fokus auf alltägliche Situationen ideal erörtert werden und durch den Erfahrungsaustausch mit den Berufsbildungspartnern kann sichergestellt werden, dass die ganze Komplexität einer Ausbildung beleuchtet wird. Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner bekommen so ein umfassendes Bild ihrer Berufslernenden. Die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Betriebe werden bei der Lernortkooperation berücksichtigt.

Regelmässige Zufriedenheitsumfragen bei der Lehrbetrieben und Berufslernenden helfen mit, auf Tendenzen frühzeitig zu reagieren.

 
 

Grundanforderungsprofil für den Berufskundeunterricht

Mathematik: Addition, Division, Multiplikation, Subtraktion, einfaches Bruchrechnen, einfache geometrische Berechnungen (Flächen usw.), Prozentrechnen, Textaufgaben, Dreisatz, Wurzel- und Quadratberechnungen.

Physik: Formeln und Tabellen anwenden, Formeln umstellen, Messgrössen und SI-Einheiten.

Weiter braucht es ein räumliches Vorstellungsvermögen, analytisches Denken und ein Flair für Maschinen und technische Einrichtungen.

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3. Welche Unterstützung bieten überbetriebliche Kurse (ÜK)?

Überbetriebliche Kurse zeichnen sich durch die gezielte Förderung der praktischen Handlungskompetenzen auf der Grundlage der formulierten Bildungsziele aus.

Die Anbieter dieser Kurse arbeiten engagiert mit den Berufsfachschulen und den Lehrbetrieben zusammen. Voraushandelnd werden Informationen bedürfnis- und zeitgerecht zur Verfügung gestellt. Die Bildungsprozesse werden überprüft:

  • Was läuft gut, was schlecht?
  • Was sollte gefördert, was unterlassen werden?
  • Was wird von der Praxis verlangt?

Veraltete Strukturen werden erkannt und erneuert, Doppelspurigkeiten vermieden.

 
 

Für die Durchführung und Umsetzung der überbetrieblichen Kurse ist der Verband zuständig.

www.advk.ch

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In der Ausbildung zum Entwässerungstechnologe/-technologin besucht der Lernende insgesamt drei überbetriebliche Kurse.

 

Der 1. überbetriebliche Kurs findet jeweils im Oktober des ersten Semesters statt. Dieser wird in Zürich durchgeführt.

Thema: Arbeitssicherheit und hydrodynamische Reinigung Teil 1.

 

Der 2. überbetriebliche Kurs findet jeweils im Februar des zweiten Semesters statt. Dieser wird im Versuchsstollen in Hagerbach durchgeführt.

Thema: Hydrodynamische Reinigung Teil 2, mechanische Reinigung, Kontroll- und Unterhaltsarbeiten an Fahrzeugen und Geräten, Saugen und Entsorgen.

 

Der 3. überbetriebliche Kurs findet jeweils im Januar des dritten Semesters statt. Dieser wird im Versuchsstollen in Hagerbach durchgeführt.

Thema: Inhaltsstoffe aus Entwässerungsbauwerken entleeren, Leitungen orten.

 

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4. Was bringt die Lernortkooperation den Lernenden?

Die Lernenden werden in ihrer Eigenverantwortlichkeit gestärkt. Die Lernortkooperation erleichtert ihnen die Kommunikation, indem sie regelmässig von sich aus mit den Berufsbildnern und/oder Klassenlehrpersonen Kontakt aufnehmen, um Unsicherheiten und Fördermassnahmen etc. zu klären.

Fachstelle Lernförderung, Lernbegleitung und Begabtenförderung

Wenn Berufslernende Sorgen, Ängste, Stress oder Konflikte haben, wenn sie sich unterfordert fühlen oder eine exzellente Arbeit im Rahmen einer Projektarbeit realisieren möchten: Die betreffenden Fachstellenleiter für die Lernförderung oder Begabtenförderung stehen den Berufslernenden individuell, fachspezifisch zur Seite und beraten Sie in persönlichen Situationen. Die Beratung ist kostenlos und untersteht der Schweigepflicht.

Fachstelle für Lernförderung und Lernbegleitung: www.bildungsleistung.ch

Freikurse und Begabtenförderung: http://bf.gibz.ch/

 
 

Die in unserem Bereich (Entwässerung) sehr gut geführte Lernortkooperation zwischen den drei Bildungspartnern (Lehrbetrieb, überbetriebliche Kurse und Berufsfachschule), ermöglicht dem Lernenden eine auf einander abgestimmte Ausbildung von Theorie und Praxis.

Die Kommunikationswege sind sehr kurz und so können individuelle Anliegen in der Ausbildung direkt umgesetzt, und wenn nötig behoben werden.

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5. Welche Dienstleistungen bietet das GIBZ?

Die Berufsfachschule funktioniert als Drehscheibe und Bindeglied zwischen den Partnern der Lernortkooperation. Vom GIBZ werden die benötigten Kommunikationskanäle im Sinne eines Supports bedarfsgerecht angeboten, Termine koordiniert und regelmässig Umfragen erhoben. Die Vernetzung ist das A und O der Umsetzung, nur durch sie wird es möglich sein, die Ziele der Lernortkooperation erfolgreich zu verwirklichen. Das GIBZ stellt zudem die notwendige personelle und fachliche Infrastruktur zur Verfügung, um die vereinbarten Lerninhalte umzusetzen.

Das Engagement wird belohnt werden, wenn die angestrebte pragmatische Lern- und Optimierungskultur gedeiht.

 
 

Entwässerungstechnologe/-login

GIBZ

Aktuelle Informationen finden Sie unter:

Entwässerungstechnologe/-login EFZ

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6. Die Qualitätssicherung in der Berufsbildung

Das Amt für Berufsbildung ist Ansprechspartner für alle Fragen, die im Verlauf einer Berufsausbildung auftreten. Die Lehrvertragspartner können ihre Anregungen zur beruflichen Grundbildung (Berufslehre), höheren Berufsbildung bzw. berufsorientierten Weiterbildung an das Amt richten.

e-bulletin Zug

Das e-bulletin Berufsbildung Zug erscheint jeden zweiten Monat. Es informiert über Neuigkeiten der Zuger Berufsbildung. Herausgeber ist das Amt für Berufsbildung.

Berufsbildung in der Schweiz

Hervorragend ausgebildete Fachkräfte sind das A und O für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Sie sind eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Schweiz zu den wirtschaftlich führenden Ländern zählt. Drei vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI herausgegebene Filme über die Berufsbildung in der Schweiz verdeutlichen dies.

Filmische Information: www.sbfi.admin.ch/aktuell

 
 

SKBQ

Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität (SKBQ) für die Berufe Entwässerungstechnologe/-login und Entwässerungspraktiker/in überprüft die Bildungspläne, sie beantragt beim SBFI Änderungen der Verordnung über die berufliche Grundbildung, sie verabschiedet das Qualifikationsprofil und die Bestehensregeln, und sie nimmt Stellung zu Instrumenten zur Förderung der Qualität.

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Amt für Berufsbildung Zug

Amt für Berufsbildung