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LOK - LERNORTKOOPERATION

BV: Ueli Baumann

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1. Was bedeutet Lernortkooperation?

Die Lernortkooperation (LOK) ist ein Forum mit den Verantwortlichen der drei Lernorte: Lehrbetrieb, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurszentren (üK). Sie bietet Hand für den regelmässigen Austausch unter den Bildungspartnern und unterstützt damit die erfolgreiche Ausbildung der Lernenden.

Konkret bedeutet dies:

  • Problemstellungen werden frühzeitig erkannt,
  • Projektarbeiten von allen Parteien unterstützt,
  • Zielvereinbarungen allseitig gefördert und gefordert,
  • das Wohl der Lernenden und die Zufriedenheit aller am Ausbildungsprozess Beteiligten stehen im Zentrum.

Die Lernortkooperation bildet Vertrauen und Verständnis; die Basis, auf welcher die Qualität der beruflichen Grundbildung beständig gesteigert werden kann.

 
 

Lernortkooperation ist...

- wenn 16 Lernende Elektroniker im 2. Lehrjahr
- aus 5 verschiedenen Lehrbetrieben
- am Projektwettbewerb „Höhenmessgerät“ teilnehmen
- sich zu 2er-Teams formieren
- alle erforderlichen Baupläne im Rahmen des Berufskundeunterricht erstellen
- die Messgeräte im eigenen Lehrbetrieb oder einem Gastlehrbetrieb fertigen
- dabei von ihren Ausbildnern unterstützt werden
- termingerecht am Bahnhof in Arth-Goldau erscheinen
- die Messgeräte auf Schienenhöhe kalibrieren
- Lernende, Ausbildner und
Lehrpersonen gemeinsam zum Rigi-Kulm wandern
- mehrmals die aktuelle Höhe messen und mit der Referenzhöhe vergleichen
- dem Sigerteam der Prix Präzison verliehen wird

... wenn alle gewinnen!

Mit Ihrer Unterstützung, geschätzte Ausbildner in den Lehrbetrieben und üK-Zentren, konnten unsere Lernenden das in der Berufsfachschule erworbene Wissen in die Parxis umsetzten und wertvolle und nachhaltige Lernerfahrungen sammeln. Damit haben wir alle gewonnen. Herzlichen Dank!

Aktuell!

Aktuell wird von Berufsbildnern der Firma Roche Diagnostics in Rotkreuz und unter Einbezug weiterer Lehrbetriebe, sowie der Berufsfachschule, ein Hardware-Board für die Mikrocontroller-Ausbildung entwickelt, das an allen drei Lernorten (üK, Schule und Lehrbetriebe) eingesetzt werden kann. Gefertigt wird das Board voraussichtlich von der Firma S-TEC Electronics AG in Unterägeri, einem unserer Kooperationspartner bei der Ausbildung von Elektronikern.

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2. Weshalb kann der Lehrbetrieb und weitere Bildungspartner profitieren?

Mittels dem vom GIBZ zur Verfügung gestellten Link http://lok.gibz.ch werden aktuelle Themen publiziert. Sowohl Probleme, Herausforderungen wie auch positive Entwicklungen können mit dem Fokus auf alltägliche Situationen ideal erörtert werden und durch den Erfahrungsaustausch mit den Berufsbildungspartnern kann sichergestellt werden, dass die ganze Komplexität einer Ausbildung beleuchtet wird. Die Berufsbildnerinnen und Berufsbildner bekommen so ein umfassendes Bild ihrer Berufslernenden. Die Bedürfnisse und Möglichkeiten der Betriebe werden bei der Lernortkooperation berücksichtigt.

Regelmässige Zufriedenheitsumfragen bei der Lehrbetrieben und Berufslernenden helfen mit, auf Tendenzen frühzeitig zu reagieren.

 
 

Teilnehmen, mitbestimmen, mitgestalten

Lernendenbetreuer in den Lehrbetrieben (LB), Lehrpersonen der Berufsfachschule (BFS) und Leiter der beiden üK-Zentren (üK) für Elektroniker, treffen sich regelmässig, mindestens einmal pro Jahr am GIBZ. Wir informieren uns gegenseitig über Aktualitäten, bringen Wünsche und Anliegen ein und tauschen uns aus über Erfolge, Misserfolge und Massnahmen bei unseren Lernenden. Darüber hinaus erarbeiten wir in kleinen Arbeitsgruppen Lösungen zu anstehenden Problemen und Bedürfnissen. So haben wir zum Beispiel gemeinsam

  • das Schulmodell 2-3-2-1 festgelegt

  • die inhaltliche und zeitliche Abstimmung des Ressourcenaufbaus von Berufsfachschule und üK festgelegt,

  • Firmenspezifische Themenschwerpunkte im Lehrplan berücksichtigt

  • die Freiraumthemen in den berufskundlichen Unterrichtsbereichen festgelegt

  • eine Vereinbarung betreffend Hausaufgaben formuliert

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3. Welche Unterstützung bieten überbetriebliche Kurse (ÜK)?

Überbetriebliche Kurse zeichnen sich durch die gezielte Förderung der praktischen Handlungskompetenzen auf der Grundlage der formulierten Bildungsziele aus.

Die Anbieter dieser Kurse arbeiten engagiert mit den Berufsfachschulen und den Lehrbetrieben zusammen. Voraushandelnd werden Informationen bedürfnis- und zeitgerecht zur Verfügung gestellt. Die Bildungsprozesse werden überprüft:

  • Was läuft gut, was schlecht?
  • Was sollte gefördert, was unterlassen werden?
  • Was wird von der Praxis verlangt?

Veraltete Strukturen werden erkannt und erneuert, Doppelspurigkeiten vermieden.

 
 

Sie unterstützen uns durch Ihr Engagement

Auf Wunsch der Lehrbetriebe und üK-Zentren haben wir eine Feinabstimmung des Ressourcenaufbaus im Bereich HST vorgenommen. Darüber hinaus

  • engagieren wir uns bei der 5-jahres-Überprüfung unserer Bildungsdokumente,

  • definieren gemeinsam Standards beim Elektroniker

  • sammeln erste Erfahrungen mit gemeinsamen Lernprojekten (Beispiel "Höhenmessgerät").

Weitere Themen, die anlässlich unserer Treffen zur Sprache kommen, können Sie auch der einen oder anderen Zusammenfassung entnehmen

 

Zusammenfassung vom 14. Dezember 2015

Zusammenfassung vom 19. Mai 2014

 

Möchten auch Sie am nächsten Treffen teilnehmen oder haben Sie Wünsche oder Anregungen, so zögern Sie nicht, mir diese mitzuteilen.

 

GIBZ Gewerblich-industrielles Bildungszentrum Zug
Ueli Baumann
Berufsverantwortlicher Elektroniker/in
Baarerstrasse 100
6300 ZUG
T +41 41 728 33 39
ueli.baumann@gibz.ch
www.gibz.ch

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4. Was bringt die Lernortkooperation den Lernenden?

Die Lernenden werden in ihrer Eigenverantwortlichkeit gestärkt. Die Lernortkooperation erleichtert ihnen die Kommunikation, indem sie regelmässig von sich aus mit den Berufsbildnern und/oder Klassenlehrpersonen Kontakt aufnehmen, um Unsicherheiten und Fördermassnahmen etc. zu klären.

Fachstelle Lernförderung, Lernbegleitung und Begabtenförderung

Wenn Berufslernende Sorgen, Ängste, Stress oder Konflikte haben, wenn sie sich unterfordert fühlen oder eine exzellente Arbeit im Rahmen einer Projektarbeit realisieren möchten: Die betreffenden Fachstellenleiter für die Lernförderung oder Begabtenförderung stehen den Berufslernenden individuell, fachspezifisch zur Seite und beraten Sie in persönlichen Situationen. Die Beratung ist kostenlos und untersteht der Schweigepflicht.

Fachstelle für Lernförderung und Lernbegleitung: www.bildungsleistung.ch

Freikurse und Begabtenförderung: http://bf.gibz.ch/

 
 

Ihr Engagement

Ihnen, geschätzte Lernende, gebührt die grösste Aufmerksamkeit, denn all unser Tun und Handeln ist letztendlich nur darauf ausgerichtet, um Ihnen optimale Rahmenbedingungen und ein zeitgemässes, ansprechendes Lernumfeld zu bieten. Wir wünschen uns, dass Sie Freude und Erfolg im Beruf haben, sich dauerhaft weiterbilden und der Industrie als qualifizierte(r) Elektronikerin / Elektroniker erhalten bleiben.

Unsere Unterstützung

Im Gegensatz zu den grossen Anstrengungen die Sie für die Erreichung Ihrer Ziele dauerhaft erbringen, erscheinen unsere Bemühungen eher gering und bescheiden. Doch bekanntlich sind es eben die vielen kleinen Dinge, die den Erfolg ausmachen. Und so soll auch die nun folgende Aufzählung an ergänzenden Informationen, Empfehlungen und Richtlinien betrachtet werden, die wir zusammen mit Vertretern der Lehrbetriebe und üK-Zentren für Sie ausgearbeitet haben.

 

Eine übersichtliche Darstellung der Lektionentafel

Ein Informationsblatt zur Bildung der Erfahrungsnote

Eine Empfehlung für den Kauf eines Taschenrechners

Eine Bücherliste für den Fachunterricht

Eine Vereinbarung betreffend Hausaufgaben

Regeln für die Darstellung und Ausführung von Berechnungsaufgaben

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5. Welche Dienstleistungen bietet das GIBZ?

Die Berufsfachschule funktioniert als Drehscheibe und Bindeglied zwischen den Partnern der Lernortkooperation. Vom GIBZ werden die benötigten Kommunikationskanäle im Sinne eines Supports bedarfsgerecht angeboten, Termine koordiniert und regelmässig Umfragen erhoben. Die Vernetzung ist das A und O der Umsetzung, nur durch sie wird es möglich sein, die Ziele der Lernortkooperation erfolgreich zu verwirklichen. Das GIBZ stellt zudem die notwendige personelle und fachliche Infrastruktur zur Verfügung, um die vereinbarten Lerninhalte umzusetzen.

Das Engagement wird belohnt werden, wenn die angestrebte pragmatische Lern- und Optimierungskultur gedeiht.

 
 

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6. Die Qualitätssicherung in der Berufsbildung

Das Amt für Berufsbildung ist Ansprechspartner für alle Fragen, die im Verlauf einer Berufsausbildung auftreten. Die Lehrvertragspartner können ihre Anregungen zur beruflichen Grundbildung (Berufslehre), höheren Berufsbildung bzw. berufsorientierten Weiterbildung an das Amt richten.

e-bulletin Zug

Das e-bulletin Berufsbildung Zug erscheint jeden zweiten Monat. Es informiert über Neuigkeiten der Zuger Berufsbildung. Herausgeber ist das Amt für Berufsbildung.

Berufsbildung in der Schweiz

Hervorragend ausgebildete Fachkräfte sind das A und O für den Wirtschaftsstandort Schweiz. Sie sind eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass die Schweiz zu den wirtschaftlich führenden Ländern zählt. Drei vom Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI herausgegebene Filme über die Berufsbildung in der Schweiz verdeutlichen dies.

Filmische Information: www.sbfi.admin.ch/aktuell

 
 

5-Jahres-Überprüfung der Bildungsdokumente

Unsere Bildungsdokumente (Bildungsverordnung, Bildungsplan und Kopetenzen-Ressourcen-Katalog) wurden den veränderten Anforderungen und Bedürfnissen der Praxis angepasst. Das ist auch gut so, denn der technologische Fortschritt macht nicht halt vor den Toren der Lehrbetriebe, üK-Zentren und Berufsfachschulen.
Nebst den erforderlichen Anpassungen, Korrekturen und Ergänzungen wurden zur Steigerung der Attraktivität des Berufes Elektroniker neue Handlungskompetenzen im Bereich Medizinaltechnik, Embedded Software, Service und Cleantech definiert.
Die neuen Bildungsdokumente treten per 1.1.2016 in Kraft und werden erstmals für Lernende mit Lehrbeginn August 2016 umgesetzt.

Aktuell und seit 2009 gültige Bildungsdokumente

Weiterhin und noch für alle Lernenden mit Lehrbeginn 2011 bis 2015 haben die unten aufgeführten Bildungsdokumente ihre Gültigkeit. Dies sind:

Die Verordnung über die berufliche Grundbildung Elektronikerin EFZ / Elektroniker EFZ (kurz BiVo)

Der Bildungsplan zur Verordnung über die berufliche Grundbildung (kurz BiPla)

Der Kompetenzen-Ressourcen-Katalog Elektronikerin EFZ / Elektroniker EFZ (kurz KoRe)